Rennbericht: Salzkammergut Trophy 2007 - 208km
Nachdem ich von mehreren Seiten sehr eindringlich dazu aufgefordert worden war, habe ich kurzfristig an der Salzkammergut Trophy teilgenommen. Ziel war es meine Tri Stars Koma-Kollegin und Mountainbiker Race Team Fahrerin Isa Höller bei ihrem ersten Versuch über die 208km Strecke zu begleiten… “Nur finishen” war die Devise, die Zeit völlig egal.
Bei der Startaufstellung fand ich mich in der zweiten Reihe wieder, und fuhr die ersten Kilometer alleine um mich zu Isa zurückfallen zu lassen. Bei der zweiten Labe wartete ich dann auf sie, und ab dann fuhren wir gemeinsam. Die Strecke war bekannt selektiv, vor allem einige Downhills der A-Strecke (die den anderen Fahreren erspart blieben) waren wirklich schwierig. Klassisch beispielsweise der Jochwandtrail, der wirklich außergewöhnliches Fahrkönnen abverlangt und von den meisten Fahrern vermutlich bergab geschoben wird. Aber auch einige andere Passagen waren zu Fuß sicherer und teilweise wohl auch schneller zu bewältigen…
Isa schlug sich sehr wacker, vor allem bergauf konnten wir immer wieder andere Fahrer einholen, auch wenn sich die extrem lange Distanz nach und nach bemerkbar machte. Auch die selektive Strecke und die hohen Temperaturen forderten ihren Tribut… Den Checkpoint am Weißenbachtal (115km) konnten wir noch innerhalb des Zeitlimits erreichen, doch auf dem folgenden langen Anstieg in das Weißenbachtal war der Ofen endgültig aus, und Isa mußte die Segel streichen. Nach einiger Überlegung beschlossen wir, daß ich versuchen sollte dennoch das Ziel zu erreichen, und während Isa zurück zum letzten Checkpoint rollte gab ich Gas um die weiteren Zeitlimits nicht zu verpassen.
Und in der Tat konnte ich auf den weiteren Kilometern einige andere Fahrer einholen, auf die wir eigentlich recht viel Zeit verloren hatten. Doch leider hatten wir zuviel Zeit verloren, und bei Görb (140km) wurde ich aus dem Rennen genommen.
Schade, denn ich fühlte mich eigentlich sehr fit und meine Beine hätten die restliche Distanz wohl locker geschafft. Ich war mir auch sehr sicher daß ich das nächste Zeitlimit (180km) wieder innerhalb der geforderten Zeit erreicht hätte, aber Reglement ist nun einmal Reglement…
Trotzdem war es eine feine Sache, Isa hat ihr Bestes gegeben, und falls sie es nächstes Jahr nochmals versucht geht es sich dann bestimmt aus… vor allem wenn es dann vielleicht nicht ganz so heiß ist wie dieses Jahr.
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