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26 Juli 2005 @ 1pm

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St. Pölten Triathlon

Bei der Triathlon Challenge in St. Pölten war letztes Wochenende die olympische Distanz war angesagt, als kleiner Test vor dem Norseman: locker schwimmen, gut radfahren, 5km schnell und dann locker auslaufen. Einfach mal probieren ob ich eh noch weiss wie ein Triathlon funktioniert.

Auf der ersten Schwimmrunde war wieder mal die übliche Rauferei im Gange, plus ein paar Leute die wohl ohne die schwarze Linie am Boden nicht geradeaus schwimmen können. Aber all das hat sich nach der 2. Boje beruhigt, und auf der zweiten Runde sowieso. Allerdings ist mir am Ende der ersten Runde der grüne Teppichbelag sehr unangenehm aufgefallen, der war offenbar überhaupt nicht befestigt und total uneben bzw. derart wellig, dass ich beim Aussteigen ziemlich herumgestolpert bin. Die zweite Schwimmrunde war dann deutlich entspannter, nahezu langweilig, bis mir bei der vorletzten Boje auf einmal eine anderer Schwimmer praktisch im 90 grad Winkel begegnet ist - wo wollte der bloss hin?!

S: 26:29, entsprach nicht ganz meinen Erwartungen aber egal…

In T1 war ein kleiner Umweg zu laufen, damit die Wechselzone für alle Teilnehmer gleich lange ist - gut so, nur war nach dem Radfahren die gleiche Strecke umgekehrt zu laufen, sodass manche einen kürzeren Weg mit dem Rad laufen mussten als andere. War aber meiner Meinung nicht schlimm.

T1: 1:59, das ist ok.

Viel essen muss man ja nicht für einen 2h Wettkampf, also war meine Strategie je ein Powergel auf der Radstrecke und beim 2. Wechsel zu essen - dummerweise habe ich das erste Gel gleich auf den ersten paar Metern verloren. Na super, aber egal - braucht man ja eh nicht unbedingt. Etwa 2km nach der Wechselzone bin ich an einem Athleten vorbeigefahren, der den Startnummerngurt verkehrt herum angelegt hatte, sodass statt der Startnummer nur die unbedruckte Rückseite zu sehen war. Ich sag’s ihm im vorbeifahren, er drauf “aha danke” und drei Sekunden später höre ich wie’s hinter mir kracht - er hat offenbar versucht freihändig fahrend den Gurt umzudrehen und dabei ein Absperrhuterl mitgenommen.

Wenn wir schon beim Rennrad-Handling sind - es ist geradezu erschreckend wie manche Triathleten radfahren. Auf dem Aerolenker liegend wird eine Linie gefahren, die beim besten Willen nicht als “geradeaus” bezeichnet werden kann - und sobald es in die Kurve geht, wird abgebremst was das Zeug hält. Ok, klar, um eine 90° Kurve praktisch voll zu nehmen gehört schon einiges dazu, aber kurz vorher zu überholen (ich war ohne Aerolenker unterwegs und daher geradeaus tendenziell etwas langsamer) und mich dann in der Kurve voll einzubremsen.. na danke.

Aber egal, ich hab versucht auf der recht schnellen Strecke Druck zu machen, aber irgendwie haben die Beine nicht so recht wollen. Wirklich steil waren die paar Anstiege ja nicht, aber trotzdem bin ich da nicht so richtig drübergekommen. Ich schätze mal dass das umzugsbedingte Kistenschleppen (und die Waschmaschine!) in den letzten Wochen da mehr Körner gekostet hat als gedacht… war sehr nett auf jeder Radrunde ein paar bekannte Gesichter zu sehen - vor allem Hannes Polak (der sich in Klagenfurt sensationell für Hawaii qualifiziert hat!) und die Sport Nora Cheerleader Jimmy und Philip Stoiber… auf der dritten 10km-Runde hab ich auch Sorge getragen dass den beiden nicht zu heiss wird in der prallen Sonne … und schwupps war das Radlfahren auch schon wieder vorbei.

R: 0:16:57+0:16:13+0:16:32+ 0:16:24 = 1:06:07/104.

In der W2 war nicht viel zu tun, Laufschuhe anziehen (Radschuhe bleiben ja beim Absteigen gleich am Rad), schnell das Gelpackerl mit dem letzten schluck Wasser aus der Radlflasche runterwaschen und ab die Post… 1:36

Die Laufstrecke war, naja, interessant. Etwas staubig und uneben, aber eigentlich war die 2km-Runde überraschend gut zu laufen - auch den letzten Abhang auf Beton Richtung Parkplatz (etwa nach 1.5km) konnte ich gut runterlaufen, obwohl ich mir gedacht hätte dass er zu steil wird. Jedenfalls bin ich die ersten 5km wie geplant relativ schnell angelaufen (so 4:15-4:25 / km). Gefühlsmässig hätte ich vielleicht einen Tick schneller laufen können, aber so kurz vor Norwegen wollte ich mich nicht unbedingt voll verausgaben - vor allem wenn es um nix geht. Nach 5km war dann eine kurze Pinkelpause angesagt und lockeres auslaufen, das allerdings nur 1½ Runden angehalten hat.. auf der letzten ist dann doch noch der Ehrgeiz durchgebrochen mich nicht mehr überholen zu lassen.. was mir auch gelungen ist. Listigerweise hat noch einer versucht, schnell an mir vorbeizusprinten während ich ein paar Highfives and Kinder austeilen wollte - den hab ich auch wieder eingesammelt..

L: 08:21+08:50+10:09+09:31+08:42=0:45:35/78.

Macht in summe 2:21:45, oder platz 72 (25. AK).

Insgesamt hätte ich an jeder Stelle des Bewerbs etwas schneller sein können bzw. sollen, aber nachdem die vergangenen Wochen sowohl körperlich anstrengend als auch stressig waren, ist das nicht besonders überraschend oder beunruhigend. Wichtig ist jetzt halt, dass ich mich bis zum Norseman gut erholen kann.


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