Diesmal beginnen wir mit den Vorbereitungen auf die Wettkämpfe. Im nächsten Beitrag erzähle ich Euch über den Renntag selbst und die Nachbereitungen, und der dritte und letzte Teil wird ein paar Details zum Equipment ansprechen.
Vorbereitungen
Beginnen wir mit den Vorbereitungen. Prinzipiell beginnt so ein Projekt immer bereits ein paar Tage vor dem eigentlichen Termin; Hotel und Anreise wurden schon deutlich vorher festgelegt, aber da es gerade beim Skibergsteigen oft kurzfristige Streckenänderungen gibt lohnt es sich die Webseite der Veranstalter im Auge zu behalten und auch vorab schon mal das Terrain zu studieren. Natürlich wird auch das Equipment nochmal durchgecheckt, Speicherkarten geleert und Akkus gefüllt und auch am Laptop und auf der externen Backup-Festplatte wird ausreichend freie Kapazität sichergestellt. Am Vorabend schließlich wird gepackt; neben dem Foto-Equipment spielt natürlich die entsprechende Kleidung eine sehr wichtige Rolle – immerhin gilt es, mitunter mehrere Stunden unter alpinen Bedingungen zu arbeiten.

Rennbesprechung
Bei den Race Briefings am Vorabend der Rennen gibt es die wichtigsten Informationen. Hier werden die letzten Änderungen der Strecke vorgestellt, Zeitplan und Schneebedingungen besprochen. Bei Sprintrennen bekommt jeder Teilnehmer seine eigene Startzeit für den Qualifikationslauf; diese und die Zeiten für die folgenden Heats werden sorgfältig notiert. Bei den Individual Events kann man anhand des Streckenverlaufs die ungefähren Durchgangszeiten an verschiedenen Checkpoints abschätzen und somit überlegen, ob sich mehr als eine Aufnahmeposition ausgeht und wie viel Zeit für die Positionswechsel bleibt. Das ist meistens gar nicht so einfach, da ich natürlich deutlich langsamer bin als die Wettkämpfer und zusätzlich Zeit brauche um mich an der neuen Position einzurichten.
Bei der Auswahl der besten Location ist die Topographie der Strecke selbst meistens gar nicht so ausschlaggebend wie das umliegende Gelände und die Ausrichtung. Selbst relativ “unspektakuläre” flache Passagen geben oft ansprechende Perspektiven, speziell im Vergleich zu ausgesprochen steilen Passagen. Dort neigen die Athleten dazu, sich sehr stark aufstützen und den Kopf zu senken, wodurch das Bild rasch an Dynamik verliert.
Der Sonnenstand zur Aufnahmezeit hingegen ist ein ganz wichtiges Thema, speziell bei klarem Himmel. Dabei kann man sich mit einigen Apps behelfen, mit denen man den Sonnenstand für einen beliebigen Ort und Uhrzeit anzeigen kann. Auf iPhone und iPad habe ich beispielsweise mit LightTrac gute Erfahrungen gemacht. Liegt die Passage im Gegenlicht, braucht man mit Sicherheit ein Blitzgerät um die im Schatten liegenden Gesichter aufzuhellen; das wiederum führt dazu, daß lange Brennweiten nur noch bedingt einsetzbar sind. Liegt die Passage im Schatten, werden die Kontraste eher flau, und im Hintergrund liegende, von der Sonne angestrahlte Landschaft wird stark überbelichtet und reißt aus. Solche Situationen lassen sich oft nicht vermeiden, aber es ist wichtig sie zu bedenken und etwas Flexibilität einzuplanen – oft kann man viel erreichen, indem man ein paar hundert Meter weiter oder zurück geht.
Bei der anschließenden internen Teambesprechung werden dann nochmals die Vorbereitungen und Startzeiten der einzelnen Athleten durchgegangen und die Strategie für das Rennen festgelegt. Für mich nur insofern relevant, als ich oft auch als Fahrer für die Teams einspringe und ich mich mit den anderen Betreuern abspreche. Dann geht’s meistens recht früh ins Bett.
Mit dem Renntag geht’s dann im nächsten Beitrag weiter!
This time we’ll talk a bit about the preparations. The next article will describe the actual race days, and the third and final part will spend a few words on equipment.
Preparations
These projects always begin a few days before the actual travel date. Hotel and travel have of course already been planned well in advance, but since ski mountaineering races often see short-term changes due to the weather or avalanche situation, it pays off to periodically check the race’s official web site and familiarize oneself with the local terrain. And of course all the equipment is checked, memory cards emptied, batteries charged and the laptop and backup disks are cleaned to ensure ample free capacity. Packing does take a while and essentially consists of full mountain gear and extra-warm layers to stay warm for several hours in alpine conditions, as well as full photographic kit of course.
Race Briefings
The race briefings, usually on the evening prior to the race, are the most crucial source of information: course changes, schedule, weather and snow conditions. In sprint races, athletes are assigned individual start times for the qualification runs; those and the schedule of the following heats up to the finals are elementary to be at the right place at the right time. In individual events, the course layout and profile help estimate approximate split times and determine if there’s sufficient time to cover more than one location.
When choosing the right spot for photos, the course itself is often not as important as the surrounding landscape and the overall orientation. Even seemingly boring, flat passages can provide better perspectives than spectacularly steep passages. In the latter, athletes tend to put much weight on their poles and drop their heads, and the resulting image doesn’t look very dynamic.
The environment however is quite crucial, as is the position of the sun. There are quite a few apps that help you with determining the sun’s position for a given time and place; for example, I’m currently using LightTrac on my iPhone/iPad. If you’re working in backlight, you definitely need a powerful flash to fill the shaded faces, which in turn means long lenses are becoming less useful, and so on. If the section you’re photographing is generally in the shade, there won’t be much contrast, and if there’s sunlit background that will be drastically overexposed and burnt out. It’s not always possible to entirely avoid these conditions, but that makes it even more important to consider them and plan for a little extra flexibility. Sometimes a few hundred meters in either direction may make all the difference.
The internal team briefing – typically over dinner – is used to reiterate the next day once more. The trainer works out the strategies for the individual racers, and we set down an overall schedule and work out transport for the next day as well as potential spots where trainer, support team and I will be on the course.
Then it’s time for a little sleep before we get to race day, which we’ll talk about in the next episode.




